Vorbereitung auf Rope Skipping-WM
Ende des Monats findet die Weltmeisterschaft im Rope Skipping in Japan statt. Mit dabei sind auch viele hessische und rheinland-pfälzische Athleten. Da Rope Skipping aber nicht zu den olympischen Sportarten gehört, gibt es kaum finanzielle Förderungen und die WM-Starter müssen den Großteil aus eigener Tasche bezahlen. Um nicht auf allen Kosten sitzen zu bleiben, hat sich das Team des TV Seeheim etwas ganz Besonderes ausgedacht.
Egal ob bei Volksfesten oder Abendveranstaltungen – fast jedes Wochenende treten die Seeheimer Rope Skipper gerade irgendwo anders auf. Das Ziel: Menschen für ihren Sport begeistern und Spenden sammeln. Dafür trainieren sie fast jeden Tag – und das neben der intensiven Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Japan.
Jonas Bausch, Ropidz TV Seeheim
„Wir sind zu zehnt, die jetzt fliegen und haben Kosten in Summe von 30.000 bis 35.000 Euro an der Backe. Das ist ordentlich, aber wir haben’s jetzt in den letzten 2-3 Monaten haben wir uns wieder ran gemacht, sind auf Abendmärkten gewesen, im Januar sogar schon haben wir angefangen die ersten Auftritte zu springen, kleine Shows einzustudieren.“
Bisher sind rund 10.000 Euro zusammengekommen. Damit kann das Team wenigstens schon mal die Wettkampfgebühren decken. In gleich mehreren Disziplinen treten die Athleten an. Jonas Bausch setzt vor allem auf Geschwindigkeit. Neben dem Triple Under, einmal springen während er das Seil dreimal durchschlägt – und das so oft wie möglich –, geht er im 30-Sekunden-Speed-Sprint und 3-Minuten-Speed-Ausdauer an den Start. Am meisten freut sich der Abiturient auf …
Jonas Bausch, Ropidz TV Seeheim
„Die 30 Sekunden Speed tatsächlich. Weil’s halt wirklich 30 Sekunden lang komplett bolzen ist, komplett auspowern, Puls auf 200-220 bringen.“
Auch Lillith Müller rechnet sich im Sprint die besten Chancen auf eine gute Platzierung aus. Gerade erst ist die 15-Jährige in dieser Disziplin Deutsche Meisterin geworden – ihre Eintrittskarte für die Weltmeisterschaft.
Lillith Müller, Ropidz TV Seeheim
„So richtig hat man es auch noch nicht realisiert. Aber wenn man schon so mal drüber nachdenkt, ist es schon sehr sehr groß, die Aufregung. Weil das ist das erste Jahr, wo ich eine richtige WM springe, das heißt, wo ich nicht bei den Junioren springe, sondern bei den Erwachsenen sozusagen, dadurch dass ich 16 werde.“
Auch Jonas springt bei einer Weltmeisterschaft zum ersten Mal bei den Erwachsenen mit.
Jonas Bausch, Ropidz TV Seeheim
„Man tritt gegen seine Vorbilder halt dann auch an. Musste ich dieses Jahr dann auch erstmal schlucken, sage ich mal. Aber, ich sage mal, man hat ja auch dafür trainiert, man trainiert immer noch dafür, man weiß, dass man mithalten kann, wenn’s gut läuft.“


