Vegetationsbrand – Feuerwehr trainiert in Mainz
Durch das trockene Wetter der vergangenen Wochen steigt die Gefahr von Waldbränden. In Mainz zum Beispiel gibt es jedes Jahr bis zu 60 Stück, etwa doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Deshalb gibt’s für die Feuerwehrleute eine extra Schulung.
Brand auf dem Mainzer Lerchenberg. Auf einer Wiesenfläche hat sich ein Feuer ausgebreitet. In diesem Fall ist es zum Glück nur eine Übung der Berufsfeuerwehr. Ziel ist es, die Brandbekämpfung in unwegsamem Gelände zu verbessern.
Michael Ehresmann, Pressesprecher Berufsfeuerwehr Mainz
„Wir üben hier einmal durch angezündete Teile von Strohballen das Löschen eines Flächenbrandes mit einem Fahrzeug, das sich bewegt, während Wasser abgegeben wird, sogenannte Pump-and-Roll-Prinzip. Dass man mit wenig Wasser mobil die ganze Flanke des Brandes ablöschen kann. Und an der anderen Station wird das Handwerkzeug geübt.“
Die Mainzer Feuerwehr hat ihre Löschgeräte zuletzt aufgestockt. Sie setzt auf Feuerpatschen oder solche 20-Liter-Löschrucksäcke, mit denen die Einsatzkräfte sich frei bewegen können. Mithilfe einer Drohne der Johanniter verschaffen sich die Einsatzkräfte ein Gesamtbild vom Ausmaß des Brands. Heute erschwert starker Wind das Löschen.#
Maik Pleines, Ausbilder Berufsfeuerwehr Mainz
„Sie sollen auf jeden Fall darauf achten, dass sie mit dem Wind angreifen. Sie sollen darauf achten, dass sie sich gegebenenfalls einen Rückzugsweg offenhalten. Dass sie aufeinander achten und dass der einzelne Löscheinsatz koordiniert von statten geht. Das heißt, im besten Fall kombiniert mit mehreren Löschgeräten. Und dass man die Brandintensität und die Brandrichtung, die Ausbreitungsrichtung im Auge behält.“
Durch klimatische Veränderungen steigt die Zahl von Wald- und Flächenbränden. Die Auszubildenden müssen sich in den kommenden Jahren auf eine steigende Zahl solcher Einsätze einstellen.
Jannick Lindner, Berufsfeuerwehr Mainz
„Tatsächlich bin ich auch schon zu ein, zwei Flächenbränden gefahren, ja. Das, was unsere Ausbilder uns heute vermitteln wollten, das denke ich, haben wir doch ganz gut umgesetzt. Und ja, das Feuer ist aus.“


