Nachhaltigkeitspreis für rheinland-pfälzer Unternehmen

Bis 2040 soll Rheinland-Pfalz klimaneutral sein – das steht im umstrittene Landesklimaschutzgesetz, das vorletzte Woche durchs Parlament ging und das vor allem die Unternehmer fürchten. Das Problem: CO2 während der Produktion kann nur sehr schwer eingespart werden. Die Firma Elka, ein Holzwerk aus dem rheinland-pfälzischen Morbach, hat sich schon sehr früh auf den Weg gemacht nach und nach die CO2-Emissionen auszugleichen. Jetzt hat das Familienunternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen.

Eine glänzende Kugel ziert seit diesem Jahr den Eingangsbereich der Firma Elka-Holzwerke in Morbach. Auch wenn der Deutsche Nachhaltigkeitspreis aus schwerem Metall ist, gewonnen hat ihn der Betrieb von Familie Kuntz für ihr Leidenschaftsprodukt – dem Holz.
Dagmar E. Hilden-Kuntz, Leitung Vertrieb und Nachhaltigkeit
„Wir haben eine Produktion im Endeffekt, die eben auch fast abfallfrei arbeitet, das liegt bei uns in der Kaskadenfertigung. Jeder Schnippel Holz wird bei uns aufgefangen und wird wieder in sinnvolle andere Produkte umgewandelt.“
Die Kaskade – ein Grund, warum das Unternehmen mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Im ersten Schritt werden aus den unbearbeiteten Baumstämmen Schnittholzplatten – das fertige Produkt. Im zweiten Schritt werden die Holzabfälle zu Holzschnitzeln, die dann zu Spanplatten verarbeitet werden. Und das alles auf dem gleichen Firmengelände.
Immer noch werde bei Holzunternehmen fast die Hälfte des Holzes verbrannt, sagt Geschäftsführerin Larissa Kuntz. Anders bei ihrem Betrieb.
Larissa Kuntz, Geschäftsführerin bei elka
„Wir sagen als unsere Unternehmensphilosophie, dass wir sozusagen unsere Rohstoffe, die wir hier verarbeiten komplett in ein Produkt einsetzen. Weil dieses Produkt speichert CO2 und hat nen sehr geringen Fußabdruck und das ist das, was wiederum der Nachhaltigkeit hilft.“
Ebenso der Bezug zur Region.  Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich Holz aus einem Umkreis von maximal 150 Kilometern. Das, Energieversorgung durch PV-Anlagen und der erste elektrische E-LKW in der Region haben die 224 Juroren des Deutschen Nachhaltigkeitspreises zur Entscheidung gebracht: Elka gewinnt.
Dagmar E. Hilden-Kuntz, Leitung Vertrieb und Nachhaltigkeit
„Ja also wir sind natürlich schon sehr dankbar, dass es gelungen ist, dass unsere Leistung hier auch mal anerkannt wurde, weil wir doch in den letzten 12 Jahren viel getan haben dafür, das gesunde Bauen und Wohnen in Puncto unserer Holzwerkstoffplattenentwicklung.“
Und diesen Pfad will das Unternehmen auch in Zukunft weitergehen, mit neuen Investitionen. Die CO2-Emissionen in der Spanfertigung sollen beispielsweise um 40 Prozent sinken und so den Betrieb noch nachhaltiger machen.