Landtag debattiert Straßenausbaubeiträge

„Straßenausbaubeiträge“ – ein sperriges Wort, das für viel Unmut sorgt. Muss eine Straße erneuert werden, werden in Rheinland-Pfalz oft die Anwohner zur Kasse gebeten. Dabei geht es teils um erhebliche Summen. Kritiker fordern seit Jahren eine Abschaffung, andere sehen die Beiträge als gerechte Kostenbeteiligung. Dabei ist Rheinland-Pfalz das einzige Bundesland, in dem Kommunen nach wie vor verpflichtet sind, Straßenausbaubeiträge von den Bürgern zu erheben, um Sanierungs– und Erschließungskosten zu decken. Diese Regelung trifft ein kleines Dorf in der Vulkaneifel jetzt besonders stark.   Es ist schwer zu übersehen: Die Dorf- und die Lavastraße in Trittscheid brauchen eine Generalsanierung. Das sehen auch die 122 Einwohner so. Und sie verstehen auch, dass sie sich als Anlieger bei den Kosten in irgendeiner Form beteiligen müssen. Überrascht sind sie über die Höhe, die sie zahlen sollen. Rund zwei Millionen Euro kostet die Erneuerung der beiden Straßen, mehr als die Hälfte davon sollen die Bürger tragen. Die jeweilige Summe richtet sich nach der Grundstücksgröße. So kommen auf die vierköpfige Familie Pias Kosten in Höhe von rund 80.000 Euro zu. Christian Pias, Anwohner aus Trittscheid: „Das ist viel Geld, das muss irgendwo herkommen. Wir haben unser Haus noch nicht abbezahlt – ich meine, wir sind auf einem guten Weg – aber das ist dann ja ein Kredit, den man zusätzlich nochmal aufnehmen müsste. Man hat ja keine 80.000 Euro so auf Seite liegen.“  Ilona Schmidt und ihr Partner Wolfgang Sablonti haben sich vor einigen Jahren ihren Traum vom Haus auf dem Land erfüllt und sind nach Trittscheid gezogen. Auch sie sollen mehrere Zehntausend Euro bezahlen. Ilona Schmidt, Anwohnerin aus Trittscheid: „Das Geld haben wir nicht und in unserem Alter, wir sind beide Rentner, kriegen wir dafür von der Bank auch keinen Kredit.“  Wolfgang Sablotni, Anwohner aus Trittscheid: „Die Höhe ist für uns nicht mal existenzbedrohend, die … Landtag debattiert Straßenausbaubeiträge weiterlesen