BASF trotzt hohen Energiekosten

Die Deutsche Wirtschaft stagniert. Hohe Energiepreise und Steuern, Bürokratie und unzureichende Infrastruktur bremsen das Wachstum und führen dazu, dass viele Betriebe nicht mehr in Deutschland investieren, sondern vermehrt im Ausland. Der Chemieriese BASF beispielsweise investiert massiv in neue Industrieanlagen in China. Heute hat das größte rheinland-pfälzische Unternehmen an seinem Stammsitz in Ludwigshafen Bilanz gezogen.

Gemischte Gefühle in herausfordernden Zeiten. Man sei verhalten optimistisch, sagt BASF-Chef Markus Kamieth heute in Ludwigshafen immer wieder.
In 2024 hat der Chemiekonzern sein Ergebnis um 2,4% auf 7,9 Milliarden Euro steigern können. Der Umsatz ist hingegen gesunken. Um 5,2% auf 65,3 Milliarden Euro.
Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender BASF: „Insgesamt haben wir 2024 natürlich wieder ein schwieriges Jahr für die weltweite Chemieindustrie gehabt. Das Umfeld war nicht positiv, Wachstum war nicht in allen Regionen gegeben und insbesondere in unserem Kernmarkt Europa haben wir natürlich ein schwieriges Jahr gehabt.
Um die BASF wieder profitabler und wettbewerbsfähiger zu machen, müsse weiter gespart werden. Eine Milliarde Euro allein hier in Ludwigshafen bis Ende 2026. Wie viele der rund 39.0000 Stellen dafür gestrichen werden müssen, will der Vorstandschef heute nicht beziffern.
Der Chemiekonzern investiert weiter in China, will dort 2025 eine weitere Anlage in Betrieb nehmen.
Während in Ludwigshafen bilanziert wird, haben in Berlin die Sondierungen zwischen Union und SPD begonnen. Was erwartet die BASF von einer neuen Bundesregierung?
Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender BASF: „Dass Europa eine Hochenergiekosten-Region ist, wird sich so schnell nicht ändern lassen, darauf stellen wir uns ein, damit können wir umgehen. Aber wir wollen von der Politik auch beim Thema Energie vernünftige Rahmenbedingungen haben und vielleicht als dritter Punkt noch wichtig, Investitionen in die Infrastruktur bleiben für ein Land wie Deutschland extrem wichtig.
2025 will die BASF ihr Ergebnis um bis zu 500 Millionen Euro steigern. Unklar ist, wie stark die Einschnitte hier am Stammsitz in Ludwigshafen sein werden, damit sich dieses Ziel erfüllt.