Drohnenabwehr: Rhein besucht Dedrone in Kassel

Drohnen – anfangs waren sie eher eine Spielerei für Privatpersonen, die beeindruckende Panoramaaufnahmen liefern. Liefern können Drohnen mittlerweile auch Pakete mit Fracht – auch tödlicher Fracht. In Kriegen werden Drohnen verwendet, um Sprengstoff ins gegnerische Ziel zu tragen oder um beim Feind zu spionieren. Drohnen sind ein mögliches Sicherheitsrisiko. Deshalb hat der hessische Ministerpräsident ein Unternehmen besucht, dass sich auf eine spezielle Aufgabe spezialisiert hat: die Drohnen-Abwehr.

Boris Rhein jammt eine Drohne weg – der Jammer kann Störsignale zielgenau auf eine Drohne feuern, ohne Technik in der Umgebung zu stören – beispielsweise in der Stadt oder im Stadion, wie in diesem fiktiven Szenario.
Der Jammer stammt vom Unternehmen Dedrone – Dedrone entwickelt am Standort Kassel weltweit führende Drohnen-Abwehr-Technologie .
Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen
„Ich glaube, dass Dedrone genau exakt die richtigen Ideen und die richtige Technik gesetzt hat. Aus meiner Sicht ein wirklich toller Innovator made in Hessen. Wir können froh sein, solche Innovationen hier in Hessen zu haben. Das ist ein gutes Zeichen und gibt Hoffnung für den Wirtschaftsstandort.“
Denn Dedrone hat eine Marktlücke geschlossen, die der wachsende Drohnen-Markt geöffnet hat: Drohnen-Abwehr. Beispielsweise, um den Luftraum an Flughäfen zu schützen. Den Abwehrschild selbst bilden Sensoren wie hier auf dem Dach.
Ingo Seebach, Gründer von Dedrone
„Es ist wie einem kleinen Kind den Computer beizubringen. Drohnen zu erkennen, indem man dem sagt: Eine Drohne sieht so aus, eine Drohne hört sich so an, eine Drohne funkt auf diesen Frequenzen und wenn du alles zusammenbringst und alles übereinstimmt, dann ist es eine Drohne und das versuchen wir dem Computer beizubringen, sehr sicher Drohnen zu erkennen.“
Die Sensoren erkennen die Frequenzen von Drohnen; Luftraumbilder liefern Kameras, die mithilfe künstlicher Intelligenz Drohnen von anderen Objekten unterscheiden sollen. Viele Sensoren in Kombination können einen Schutz-Schirm um Gebäude ziehen, in denen Drohnen registriert werden.
Zu den Kunden zählen Sicherheitsbehörden, Gefängnisse, die Polizei – Und das ukrainische Militär.
Ingo Seebach, Gründer Dedrone
„Wir versuchen mit unserer Technologie davor zu schützen, dass Menschenleben durch Drohnen beendet werden.“
Dedrone gehört zu den größten Lieferanten für Drohnenabwehr in der Ukraine, die sich vor russischen Drohnenangriffen schützen will. Für den Ministerpräsidenten schützt Dedrone damit auch Europa.
Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen
„Wenn Wladimir Putin diesen Krieg gewinnt, dann gibt’s nicht weniger Krieg, sondern mehr Krieg und deshalb müssen wir Maßnahmen und Innovationen entwickeln, schleunigst entwickeln, die dazu beitragen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt.“
Menschenleben retten und Arbeitsplätze schaffen – dass will Dedrone auch weiterhin in Kassel. Der Standort soll in den nächsten Jahren weiter wachsen.