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Messerstecherei im Frankfurter Bahnhofsviertel — Arbeitsmarkt trotzt Krisen — Handyverbot am Steuer wird überwacht — Langes Verfahren in Trier belastet Betroffene

Messerstecherei im Bahnhofsviertel
Bei einer Auseinandersetzung unter 20 bis 30 Personen sind gestern Abend in Frankfurt drei Männer schwer verletzt worden. Die 22, 25 und 54 Jahre alten Opfer aus Afghanistan kamen mit Stichverletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei stellte mehrere Hieb- und Stichwerkzeuge sicher. In der Nähe des Tatorts nahm sie zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren fest, die an dem Streit beteiligt gewesen sein sollen. Einer von ihnen wurde heute wieder entlassen. Die beiden stammen ebenfalls aus Afghanistan. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch unklar.
Arbeitsmarkt trotzt Krisen
Im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen und Rheinland-Pfalz weiter gesunken. Die Nachfrage vor allem nach Fachkräften war nach wie vor hoch. In Hessen waren am Ende des Monats rund 153.000 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 Prozent. In Rheinland-Pfalz suchten rund 95.000 Männer und Frauen eine Stelle. Hier sank die Arbeitslosenquote auf 4,2 Prozent. Bundesweit ging die Quote auf 4,9 Prozent zurück.
Handyverbot wird überwacht
Im Raum Trier startet ab morgen für drei Monate ein Pilotprojekt zur Überwachung des Handyverbots am Steuer. Dabei wird eine spezielle Kamera eingesetzt. Sie erkennt, wenn ein Fahrer zum Smartphone oder Tablet greift und macht automatisch ein Foto. Speziell geschulte Polizisten werten die Bilder aus. Wer mit einem Handy am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Nutzung eines Handys während der Fahrt gilt als häufige Unfallursache.
Langes Verfahren belastet Betroffene
Die lange Dauer des Prozesses um die tödliche Amokfahrt in Trier ist für die Opfer und Angehörigen schwer erträglich. Das hat heute der rheinland-pfälzische Opferbeauftragte Detlef Placzek am Rande der Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Trier gesagt. Dass sich der Prozess in die Länge ziehe, liege auch an dem Schweigen des Angeklagten. Der 52-jährige Deutsche steht seit August vergangenen Jahres wegen Mordes und versuchten Mordes vor Gericht. Bei seiner Amokfahrt im Dezember 2020 waren fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.